Für Oldtimer‑Piloten wirkt der Lausitzring wie ein Spa‑Tag für betagte Rennmaschinen: Man rollt drauf, lässt den Klassiker einmal tief durchatmen und hofft, dass er die 4,5‑Kilometer‑Runde ohne frische Klappergeräusche übersteht. Seit der Eröffnung im Jahr 2000 auf dem Gelände eines früheren Tagebaus bietet die Strecke eine perfekte Bühne, um alten Boliden zu zeigen, dass Geschwindigkeit auch im Ruhestand noch Spaß machen darf.


Der Melkus‑Formelwagen mit der Startnummer 84 steht in der Tradition von Heinz Melkus, der bereits in den 1950er‑Jahren zu den prägenden Rennfahrern der DDR gehörte und in seiner Karriere rund 80 Siege aus etwa 300 Starts holte. Die Marke Melkus entstand 1959 in Dresden und entwickelte über Jahrzehnte hinweg Formel‑Junior‑, Formel‑3‑ und Formel‑Ford‑Rennwagen, oft unter einfachen Werkstattbedingungen, die dennoch den ostdeutschen Motorsport nachhaltig beeinflussten.


Zuwachs zum Melkus in der Motorsportgruppe, BMW 34 Compact

Mazda MX-5
